Hängebargshorst_Eingang zum Park
Besondere Orte,  In Malente,  Natur pur

Lost Places: Der Park am Hängebargshorst

Eigentlich existiert der Park am Hängebargshorst gar nicht. Und dennoch hat er alles, was ein Park so braucht: eine Wegeführung, Bäume und Wiesenflächen, Bänke, Pavillons und sogar einen See. Vor allem hat er ein Geheimnis, das wahrscheinlich nur seine Besitzer kennen. Aber gibt es die überhaupt?

An der Straße „Am Hängebargshorst“ links auf dem Weg ins Dörfchen Krummsee versteckt sich ein verwunschen schöner Park von rund 10 Hektar Fläche. Also gar nicht so klein und dennoch fast unbemerkt in der öffentlichen Wahrnehmung. Ein gepflegter Weg führt geradezu hinein in eine Parklandschaft aus vergangener Zeit.

Hängebargshorst_Spazierweg
Ein Lost Place wie im Dornröschenschlaf

Der verlorene Park am Hängebargshorst wurde an der Nord- und Westseite des Peverlingsees angelegt. Ein kleines Wegenetz führt in Schlaufen durch Wald- und Wiesenabschnitte. Bäume, darunter alte Zierahorne und Buchen mit einem Umfang von drei Metern, lassen sich inmitten der wuchernden Natur erkennen, Bänke und Ziersträucher hingegen verschwinden unter wilden Brombeerhecken. Und plötzlich steht man vor einer Minigolfanlage und einem Kneippbecken. Hups, wie das?

Verborgener Minigolfplatz und Kneippanlage

Hängebargshorst_Minigolfanlage
Die Minigolfanlage im Dornröschenschlaf.
Hängebargshorst_Minigolf-Vulkan
Am liebsten würde man das Laub wegfegen und mit dem Spiel beginnen.
Hängebargshorst_Minigolf_Zuschauerplätze
Die Parkbänke am Minigolfplatz sind bestens erhalten.
Hängebargshorst_Kneipp-Anlage
Sogar ein Kneippbecken zum Wassertreten und eines zum Armtauchen ist vorhanden.
Hängebargshorst_Tretbecken ohne Wasser
Wassertreten. Fehlt nur noch das Wasser.
Lost Places in Investorenhand

Irgendjemand scheint den Park rudimentär zu pflegen und gleichzeitig der Wildnis anzuvertrauen. Zumindest Bäume und Sträucher werden nicht beschnitten, Wege und Brücken hingegen erhalten. Am Park schließt sich das Gelände einer ehemaligen Reha-Einrichtung für Orthopädie- und Herzkreislauf-Patienten an, die 2006 geschlossen und in den Neubau der Mühlenberg-Klinik in Malente verlegt wurde. Seitdem steht das Gebäude leer, auch wenn es 2011 wohl einen Besitzerwechsel gab.

Hängebargshorst_Parkbeleuchtung
Sogar alte Laternen, vermutlich aus den 1950er Jahren, säumen die Wege.
Hängebargshorst_Versteckter Peverlingsee
Wildwuchs vor Wasserlandschaft. Der Peverlingsee ist vor lauter Bäumen kaum zu erkennen.
Hängebargshorst_Überdachter Rastplatz
Überdachter Rastplatz im verlassenen Park.
Hängebargshorst_Überwucherte Wege
Welches Geheimnis mag der Park wohl haben?
Hängebargshorst_Es war einmal ein Tennisplatz
Es war einmal ein Tennisplatz.

Heutiger Besitzer der ehemaligen Reha-Einrichtung Hängebargshorst ist, wie man sagt, ein Hamburger Investor, dem auch, über Umwege einer GmbH, Teile des früheren Intermar Hotels in Malente gehören. Das Konzept über Nutzung des Rehageländes wie auch des Intermar Hotels ist von wechselvoller Geschichte und widersprüchlichen Ambitionen. Investiert wird jedenfalls nichts.

Stand der Dinge: Die einstige Reha-Einrichtung am Hängebargshorst soll umgebaut werden in eine Art betreutes Wohnen. So jedenfalls will es der Investor, wie man hört. Eine Genehmigung liegt jedoch auch nach Jahren nicht vor. Ob das noch was wird? Immerhin wäre der Park schon mal da.

Hängebargshorst_Das verlassene Klinik-Gebäude
Am Rande des Parks erscheinen die Gemäuer der ehemaligen Reha-Einrichtung.

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