Nachwuchs im Wildpark
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Nachwuchs im Wildpark Malente: Die Frischlinge sind los

Sie sind da! Fünf Frischlinge, noch winzig und mit Tarnstreifen, toben um und über ihre Mütter im Wildgehege. Auf die Welt kamen sie vor rund drei Wochen bei Minus 5 Grad. Jetzt genießen sie die Sonne und sind schon ein ganzes Stück gewachsen. So süß wie in den ersten Wochen bleiben die Kleinen jedoch nicht. Wahrscheinlich ändern nur sehr wenige Tiere ihr Aussehen so krass wie Frischlinge, die zu Wildschweinen heranwachsen.

Frischlinge klettern über die Bache
Während die Bache (weibliches Wildschwein) döst, nutzen die Frischlinge ihre Mutter als Klettergerüst.
Gegessen wird zuhause

Im Wildpark-Malente versorgen zwei Bachen drei bzw. zwei Frischlinge, die sie die ersten Monate säugen. In dieser Zeit brauchen zumindest die Mütter viel Ruhe und reagieren schlecht gelaunt bis aggressiv auf Störungen. Besucher können die jungen Familien in den Unterständen vom Zaun aus sehr gut beobachten. Auch wenn man noch so verzückt ist, sollte man darauf verzichten, Futter in die gute Stube zu werfen. Denn das kann zu gewaltsamen Streitereien zwischen den Bachen führen, wenn die eine bei der anderen vorbeischaut und mitfuttern will. Besonders für die Kleinen kann das böse ausgehen.

Die anderen Wildschweine jedoch freuen sich über die Extrakost. An einer speziell gekennzeichneten Stelle kann man den Tieren zum Beispiel heimisches Gemüse und Ostsorten wie Äpfel und Birnen (keine Zitrusfrüchte und Bananen) über den Zaun werfen.

Der Nachwuchs im Wildpark bleibt immer bei der Mama
Ich bleib bei Mama. Das scheint die Devise dieser drei Frischlinge zu sein. Erkundungstouren finden im engsten Familienkreis statt.
Die Frischlinge kuscheln im Stroh
Im Stroh lässt es sich kuschlig schlafen. Auch bei Minusgraden.
Ausflugsziel Wildpark-Malente

Im Wildpark Malente ist zur Zeit richtig viel los. Das liegt bestimmt am super Wetter und auch daran, dass man etwas erleben will, wo doch immer noch alles geschlossen ist. Beliebt ist der Wildpark am Dieksee jedoch das ganze Jahr über. Irgendwie erscheint der Ort lässig. Es gibt wenige Verbotsschilder, dafür interessante Schautafeln. Holzbänke und -tische laden zum Picknicken ein, Aussichtsarchitektur dient für Wildbeobachtungen. Kinder können auf dicken Baumstämmen balancieren und im naturnahen Park ihre eigenen Entdeckungen machen. Der Eintritt ist frei. Was will man mehr?!

Der Wildpark wird auch von Erwachsenen sehr gemocht
Den Wildpark Malente finden auch Erwachsene gut.
Rothirsch Harry ist ein echter Kumpel

Im Wildpark Malente gibt’s Schwarzwild (Wildschweine), Damwild (die kleinen, freilaufenden Tiere, die man für Rehe hält) und Rotwild im einem eigenen Gehege. Seit knapp zwei Jahren ist Harry, der Rothirsch, mit von der Partie und soll für Nachwuchs sorgen. Sehr gern treibt er sich – anders als sein Vorgänger – am Zaun herum, nimmt Futter entgegen und lässt sich sogar streicheln. Zurzeit ist Harry mit seinem Geweih beschäftigt, denn das muss er loswerden. Wie jedes Jahr. Im März ist Termin. Danach wächst ihm über den Sommer an gleicher Stelle ein noch schöneres.

Das Geweih muss erneuert werden
Harry in voller Pracht. Aber sein Geweih muss er unbedingt abstoßen.
Das Geweih wird an Baumstämmen abgeschabt
Harry schabt an Zäunen und Bäumen, damit er sein Geweih vom Kopf bekommt. Es muss Platz machen, damit ein noch schöneres nachwächst.
Aus den Höckern wächst ein neues Geweih
So sieht Harry dann ab Frühling aus. Aus den Höckern auf dem Kopf erwächst ein neues, großes Geweih. Ganz bestimmt.
Die Damwild-Damen sind perfekt getarnt
Alle mal hingucken: Die Damwild-Damen sind perfekt getarnt, sehen aus wie herumliegende Äste und bewegen sich fast genau so wenig.

Wer noch mehr lesen möchte über den Wildpark Malente, über das Wildschwein Heidi und über Verdauungsprobleme im Gehege klickt hier.

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