
Urlaubsarchitektur: Wohnen mit Grandezza
Isabel de la Camp kann sich Dinge gut vorstellen. Als die Architektin die alte Villa am Dieksee in Malente erstmals besichtigte, war sie sofort angetan. Das Gründerzeitobjekt stand bereits seit einiger Zeit leer und schien dem Abriss geweiht. Während der Makler das Potenzial vermutlich eher in Grund und Boden sah, dachte die Architektin keinen Moment an Abriss. Vielmehr wollte sie dem Haus zu einem zweiten Leben verhelfen: einen Ort schaffen, wo Menschen sich treffen und Ruhe finden können. Bis dahin jedoch lag noch viel Arbeit vor ihr.

Die Villa-Retterin
Isabel de la Camp hat sich als Architektin darauf spezialisiert, alte Wohngebäude zu sanieren und den ursprünglichen Charakter oder auch die Seele eines Objektes herauszuarbeiten. Schon lange träumte die Frankfurterin mit brasilianischen Wurzeln von einem eigenen alten Haus. Zum Beispiel in Südfrankreich. Dagegen legte ihr Mann jedoch sein Veto ein. „Zu weit weg“. Der Sportler suchte stattdessen etwas am Wasser. Die heutige Villa Franca erfüllt nun alle Wünsche des Paares. Zunächst jedoch mussten die 16 Zimmer mit Nasszellen zurückgebaut werden. Denn in den 1960er Jahren wurde der prachtvolle Bau in eine Pension verwandelt.

Während des Rückbaus barg die Planerin Kuriositäten und Schätze. Beim Einreißen einer Zwischenwand der heutigen Küche etwa kam eine gut erhaltene Schiebetür zum Vorschein. Am Kopfende der Küche war ein versteckter Tresor ins Mauerwerk gebaut, der mit viel Aufwand entfernt werden musste. Unter mehreren Schichten Teppichbodens aller Couleur entdeckte sie makelloses Pitch Pine. Ein Glücksfall!
Die 43 dunklen Alufenster hingegen ließ sie durch Holzfenster im Gründerzeit-Stil ersetzen. „Sie sind das Gesicht des Hauses.“

Villa Franca: Stilvoll Urlaub machen
Sehr schnell war klar, dass das Haus mit seinen vielen Zimmern und einer Raumhöhe von bis zu vier Metern für den eigenen Gebrauch als Familie viel zu groß sein würde. Also entwickelte Isabel de la Camp drei unterschiedlich große Wohneinheiten zur Vermietung.
Den herrschaftlichen Hauptteil des Hauses richtete sie stilvoll und komfortabel ein, so dass sie und ihre Familie sich darin wohl fühlen. Und wenn sie selbst nicht da sind, kann man die Villa Franca mieten und feudal Urlaub machen.

Alle Infos zur Vermietung stehen hier:
Kleine Geschichte der Villa
Hoch über der heutigen Plöner Straße ließ der Arzt und Schriftsteller Dr. med. Johannes H. Horn eine Villa bauen. In dieser Zeit blühte Malente als Ort zur Sommerfrische auf. Einige besonders schöne Zeugen dieser Zeit stehen in der Lindenallee (verlinken: https://zwischendenseen.com/lindenallee/.
In den 1960er Jahren wurde das Anwesen zur Pension umgebaut und bis 2003 als solche betrieben.
Die Verwandlung - Aus verbaut mach alt und schön


Treppenhaus


Schlafzimmer



Julia Freeses japanischer Garten
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